Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

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Aktuelles-Archiv

Klaus-Peter Stender mit Carola Gold-Preis ausgezeichnet!

Klaus-Peter Stender ausgezeichnet

Für sein Engagement in der kommunalen Gesundheitsförderung wurde Klaus-Peter Stender, Leiter der Abteilung Gesundheitsförderung und -daten in der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, beim diesjährigen Kongress "Armut und Gesundheit" mit dem "Carola Gold-Preis für Gesundheitliche Chancengleichheit" ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Ilona Kickbusch.
Die HAG gratuliert herzlich!
weitere Infos
Die Verleihung des Carola Gold-Preises ist eine Aktivität im Rahmen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Maßgeblich getragen wird der Preis von den Landesvereinigungen für Gesundheitsförderung in den Bundesländern Berlin-Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen sowie dem AWO-Bundesverband

Foto: André Wagenzik

 

Interkulturelle Öffnung der Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Hamburg

Aktueller Stand und notwendige Entwicklungen

HAG unterstützte Fachtagung am 12. Juni 2014 im Universitätskrankenhaus Eppendorf

In Hamburg leben derzeit rund 530.000 Menschen mit Migrationshintergrund, das sind 30% aller Einwohnerinnen und Einwohner. Wie findet sich diese kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Hamburger Gesundheitsversorgung wieder?
Rund 240 Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik folgten der Einladung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam den aktuellen Stand und die notwendigen Entwicklungen für eine interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens zu diskutieren.
Anlass: Im Rahmen internationalen Forschungsprojekts zu „Seelischer Gesundheit und Migration“ (www.segemi.de) wurden bundesweit erstmals epidemiologische Daten zur Häufigkeit psychischer Störungen sowie zur Inanspruchnahme psychosozialer Gesundheitsleistungen von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Hamburg und Berlin erhoben. Diese bislang fehlenden Daten bilden die Voraussetzung für eine Diskussion über eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung.
„Sind wir eine Einwanderungsgesellschaft, die sich dieser Herausforderung stellt?“ mit dieser Frage eröffnete Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und fügte hinzu „Wir verlieren uns nicht, wenn wir Vielfalt akzeptieren!“. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration wird Aydan Özoguz sich in Bezug auf das Gesundheitswesens dafür einsetzen die Datenlage zu verbessern, den Anteil der Ärzt_innen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, den Zugang zu Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung und zu Gesundheitseinrichtungen und -leistungen zu verbessern. Für eine stärkere kulturelle Öffnung des Gesundheitswesens setzte sich auch die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks ein und appellierte keine weiteren spezifischen Angebote für Menschen mit Migrationshintergund zu schaffen, sondern die bestehende Angebote kultursensibler zu gestalten. Neben der Weiterentwicklung der Interkulturellen Kompetenz aller Beteiligten im System braucht es jedoch auch eine stärke Einbeziehung von Dolmetscherdiensten, hier forderte Prüfer-Storcks die Krankenkassen auf sich hier mehr zu engagieren.
Am Nachmittag folgten Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zum aktuellen Stand der der interkulturellen Öffnung der Gesundheitsversorgung in den Bereichen Gynäkologische Versorgung und Geburtshilfe (Prof. Theda Borde), Pflege (Prof. Monika Habermann), psychosoziale Versorgung (Dr. Mike Mösko) und Flüchtlingsambulanz (Cornelia Reher).
Welche notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg umzusetzen sind, diskutierten Hamburger Vertreter_innen aus Politik, Sozialversicherung und medizinischer Versorgung gemeinsam mit dem Publikum. Hier wurde deutlich: Hamburger Akteure haben sich auf den Weg gemacht – aber der Weg ist noch lang!
Die AG Psychosoziale Migrationsforschung im Institut für Medizinische Psychologie im UKE hat Orientierungspunkte für eine zukünftige Interkulturelle Öffnung in der Gesundheitsversorgung in Hamburg erarbeitet und in einem Memorandum veröffentlicht. Sie lädt alle Akteure dazu ein ihre Anregungen in den kommenden Monaten einzufügen. Weitere Infos unter http://www.ikoe-gesundheit-hamburg.de/

 

HAG-Vorsitzende im BVPG-Vorstand

Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert wurde am 12. Juni 2014 in den Vorstand der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) gewählt!
Unter dem Motto „60 Jahre BVPG – mit Blick zurück nach vorn“ fand am vor der Mitgliederversammlung die Jubiläumsveranstaltung der BVPG im Kreise zahlreicher Mitglieder und Kooperationspartner in Berlin statt.

 
 
 

Jahrestagung HAG 2013

Flagge zeigen! Gesundheitsförderung und Prävention stärken

Zur Jahrestagung am 24. Oktober kamen BZgA-Direktorin Pott, BVPG-Präsidentin Kühn-Mengel und der Vorsitzende des PARITÄTISCHEN Rosenbrock sowie rund 90 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der HAG-Mitgliedschaft, Akteure aus Politik und Wirtschaft sowie Kooperationspartnerinnen und -partner in das Haus des Sport.
Günter Ploß, Präsident des Hamburger Sportbundes und die HAG-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer begrüßten die Teilnehmenden.
In ihrer Eröffnungsrede zeigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks Flagge. Hamburg wird sich in den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene für die zeitnahe Einführung eines Präventionsgesetzes einsetzen. Zudem sei Hamburg beispielgebend für eine nachhaltige Primärprävention in den Lebenswelten für sozial belastete Familien.
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)lobte die langjährige gute Zusammenarbeit mit der HAG im Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit.
Helga Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) mahnte Strukturen und Ressourcen sowie Vernetzung im Bund, in Ländern und Kommunen an und wies darauf hin, dass Qualität und Wirksamkeit wichtige Kriterien für Gesundheitsförderung und Prävention sind.
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock sagte: „Primärprävention und Gesundheitsförderung spielen trotz starker Evidenz über die Notwendigkeit und die Wirksamkeit in der deutschen Gesundheitspolitik nach wie vor eine beklagenswert geringe Rolle – vor allem mit Blick auf die große und wachsende sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen.“ Der Präsident des PARITÄTISCHEN, Bundesverband forderte ein Bundesgesetz zur nicht-medizinischen Prävention und Gesundheitsförderung mit gleichem Stellenwert wie im medizinischen, pflegerischen und rehabilitativen Bereich.
In der Perspektivdiskussion machten die Teilnehmenden deutlich, dass ein Präventionsgesetz im Dialog und Konsens mit allen Partnern entwickelt werden sollte. Kathrin Herbst, Leiterin vdek Landesverband Hamburg, betonte, dass die Kostenträger auch bei der Vergabe der Präventionsmittel zu beteiligen seien.
An die Jahrestagung schloss sich die HAG-Mitgliederversammlung an. Zur neuen Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert gewählt.

 

Jahrestagung HAG 2012

„Gefällt mir! (Gesundheits)Kommunikation von Jugendlichen verstehen und Gesundheitskompetenzen stärken“

Am 25. Oktober 2012 fand in den Räumen der Baseler Hof Säle die Jahrestagung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) statt. Hierzu waren alle Mitglieder und Kooperationspartnerinnen und -partner und interessierte Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Stadtentwicklung eingeladen.
Die stellvertretende Vorsitzende der HAG, Anette Borkel, begrüßte die Anwesenden und moderierte die Veranstaltung. Sie bedauerte, dass trotz aller Bemühungen keine Jugendlichen anwesend waren, da es „immer etwas komisch ist, über Jugendliche und ihre Lebenswelt zu sprechen, ohne mit ihnen zu sprechen“.

In ihrem Grußwort wies Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks darauf hin, dass die Erkenntnisse und das Wissen über die Kinder- und Jugendgesundheit stetig wachsen, in der heutigen Zeit die Frage nach der Wissenskommunikation aber neu gestellt und beantwortet werden muss.
Die HAG-Vorsitzende Prof. Dr. Ravens-Sieberer stellte die aktuelle gesundheitliche Situation der Jugendlichen in Deutschland anhand einiger ausgewählter Ergebnisse der HBSC Studie dar. Deutlich wurde, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien häufiger von Erkrankungen und Beschwerden betroffen sind.
Wie heterogen die Zielgruppe ist, beschrieb Inga Borchard (Sinus Institut der Markt- und Sozialforschung GmbH Berlin) in ihrem Vortrag „Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 – 17 Jahren in Deutschland“. In der Sinus-Jugendstudie 2012 äußerten sich die Jugendlichen zu Schule, Berufswünschen, Zukunftsvorstellungen und Lebenseinstellungen.
Borchard: „Die Jugend gibt es nicht – Jugendliche sind unterschiedlich“.
Zur Thematik „Wie erreichen wir Jugendliche? Möglichkeiten und Grenzen der Gesundheitskommunikation durch Medien“ referierte Dr. Claudia Lampert vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung der Universität Hamburg: „Medien nehmen im Alltag von Jugendlichen eine zentrale Rolle ein und es ist wichtig die gesundheitsschädigende Wirkung vom Medienkonsum zu betrachten, aber auch die Potenziale, wie Medien im Rahmen von Gesundheitsförderung als Instrument zur Ansprache von Jugendlichen genutzt werden können.“
In der Diskussion wurden die Erkenntnisse auf Praxisbeispiele bezogen und reflektiert. Hierbei waren die Meinungen zum Thema Gesundheitskommunikation über Medien eher geteilt und es wurde der hohe Stellenwert des individuellen Gesprächs mit den Jugendlichen betont. Partizipation spielt aus Sicht der Teilnehmer/innen ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei Medien hier im Rahmen von gesundheitsförderlichen Projekten als Gestaltungsinstrument dienen können.

 

HAG Mitgliederversammlung beschließt Einführung von Mitgliedsbeiträgen

Migliederversammlung

Um die Mitwirkung und Unterstützung der Mitglieder noch verbindlicher zu regeln, führt die HAG ab 2013 Mitgliedsbeiträge ein. Bisher wurde von einzelnen Akteuren, wie den Krankenkassen, Kassenverbänden oder der Ärztekammer, ein freiwilliger Mitgliedsbeitrag entrichtet. Die HAG war damit eine der wenigen Landesvereinigungen ohne geregelte Beitragsordnung. Die Einnahmen aus den Mitgliedbeiträgen sollen dazu dienen, Veranstaltungen und Informationen für die Mitglieder - z.B. über die HAG-Zeitschrift "Stadtpunkte" - in gewohnter Qualität anbieten zu können.

 

Geundheitsförderung und Selbsthilfeförderung

Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder besonderem Unterstützungsbedarf zu erreichen bzw. zu aktivieren ist immer dann eine Herausforderung, wenn sie sozial benachteiligt sind. Dies gilt für viele Handlungsfelder, so auch für Gesundheitsförderung und Selbsthilfeförderung.
Wie kann es den professionellen Akteuren gelingen, die Teilhabe und Selbstbestimmung dieser Menschen zu fördern? Welche konkreten Handlungsansätze haben sich bewährt? Diese Fragen bildeten den roten Faden der Fachtagung „Gesundheitsförderung und Selbsthilfeförderung. Perspektiven entwickeln – Partnerschaften stärken“, die die Behörde für Gesundheit- und Verbraucherschutz (BGV) in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit ihrem Projekt Regionaler Knoten und den Kontakt und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen Hamburg am 18.04.2012 durchgeführt hat.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der rund 100 Akteure teilgenommen haben, standen Erfahrungsaustausch und Stärkung der Zusammenarbeit der Multiplikatorinnen und Multipilkatoren aus den Bereichen Gesundheit, Selbsthilfe und Soziales.
Was haben Gesundheitsförderung und Selbsthilfe gemeinsam? Wo können sie voneinander stärker lernen? Diesen Fragen widmete sich Prof. Dr. Raimund Geene in seinem Einstiegsreferat. Er stellte Hintergründe, Ansätze und Entwicklungen der beiden Konzepte vor und machte deutlich, dass sowohl Selbsthilfe als auch Gesundheitsförderung Menschen nicht „belehren“, sondern Empowerment- und Emanzipationsprozesse fördern.
Einen neuen Weg in der Selbsthilfe-Unterstützung präsentierte Andreas Greiwe: In-Gang-Setzer® - hier werden ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Selbsthilfe-Kontaktstellen darin geschult Selbsthilfegruppen in der Startphase methodisch zu unterstützen.
Im anschließenden Fishbowl waren alle Teilnehmenden eingeladen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und erfolgreiche Ansätze zu diskutieren, neben den Veranstaltern waren mit dabei: Margrit Glattes von der AOK Rheinland/Hamburg und Dr. Christopher Kofahl vom UKE.
Der Nachmittag ermöglichte den Teilnehmenden ein Eintauchen in die Praxis. Hier wurden in den Foren zum einen Qualitätsentwicklungsinstrumente der Gesundheitsförderung wie Good Practice und Partizipative Qualitätsentwicklung als auch Ansätze der Selbsthilfeförderung vorgestellt.
Wohin das Schiff „Gesundheitsförderung und Selbsthilfeförderung“ gemeinsam segeln wird, machten die Teilnehmenden und die Veranstalterinnen im Get together deutlich: ein erster Schritt in Richtung mehr Zusammenarbeit ist getan, der Prozess des miteinander Lernens wird fortgesetzt.

 

Gesundheits- und Selbsthilfeförderung

 

Arbeitskreis für Arbeitssicherheit in Hamburg

lädt ein:

 

Gesundheit im Betrieb - Chancen der Zusammenarbeit

AK Arbeitssicherheit 2015

Mittwoch, den 04. Februar 2015
Grand Elysée Hotel Hamburg

EINLADUNG
Sehr geehrte Damen und Herren,

betriebliche Arbeit lässt sich vielfältig gesund gestalten. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe wollen wir uns genauer damit beschäftigten, wie Unternehmen das Thema Gesundheit verankern – speziell die betriebsärztliche Betreuung und die arbeitsmedizinische Vorsorge. Neue Verordnungen sorgen für mehr Qualität und Flexibilität, gerade in der Zusammenarbeit von Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt/-ärztin. Bei der konkreten Ausgestaltung im Alltag zeigen sich jedoch auch Unsicherheiten, die wir aufgreifen wollen.

Im einführenden Teil machen wir Sie zunächst mit wesentlichen Grundzügen bzw. Auswirkungen der arbeitsmedizinischen Vorsorge vertraut und werfen einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse sowie zukünftige Aufgabenstellungen. Im Praxisteil erwarten Sie zwei interessante Erfahrungsberichte mittelständischer Unternehmen, die jeweils über das gemeinsame Vorgehen bei der Umsetzung der Novellierungen informieren.
Im Expertengespräch gehen wir der Frage nach, welche Anforderungen Arbeitgeber/-innen und Arbeitsschutzakteure heute zu erfüllen haben und welchen Spielraum sie bei der Ausgestaltung von Vorschriften nutzen können.
Im Namen des Arbeitskreises für Arbeitssicherheit in Hamburg laden wir Sie herzlich ein mitzudiskutieren.

Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks
Präses der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
der Freien und Hansestadt Hamburg

Jutta Lamers
Leiterin Prävention der Berufsgenossenschaft
für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

icon: dokument AK Arbeitssicherheit 04.02.201 [pdf-Dokument 191 kb]

 
 
 
 
 
 
 

HAG

 
Aktualisiert am: 13.12.17