Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

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„Gesund aufwachsen in Hamburg"

- Gemeinsam Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten stärken

Plenum Lehmann, Holz, Hofrichter

Fachtagung vom 14. Februar 2012 im Rahmen des Kommunalen Partnerprozesses „Gesund auf­wach­sen für al­le!“ und in Kooperation mit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV).

Lokale Strategien zur Stärkung einer kontinuierlichen Gesundheitsförderung über alle Phasen des Kinder- und Jugendalters standen im Mittelpunkt der Veranstaltung im Rahmen des kommunalen Partnerprozesses „Gesund aufwachsen für alle!“.
Die Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Verwaltung und Bildung kamen zusammen, um sich über Ansätze aus dem Bundesgebiet und Entwicklungen auf Hamburgebene zu informieren und auszutauschen. Sich gemeinsam auf den Weg zu machen, voneinander zu lernen und Partnerschaften zu stärken- diese zentralen Anliegen der Tagung prägten die Fachvorträge, die Arbeitsphasen und selbst die angeregten Diskussionen in den Kaffeepausen.

In der Einführungsphase wurde das zentrale Thema „Aufbau von Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten“ aus den verschiedenen Perspektiven von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aus betrachtet.
Prof. Dr. Frank Lehmann, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), machte in seinem Vortrag deutlich, dass der Aufbau von Präventionsketten ein geeigneter Lösungsansatz sei, um die vom Kooperationsverbund entwickelten Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen umzusetzen.
Die Staatsrätin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Elke Badde verwies auf den Pakt für Prävention "Gemeinsam für ein gesundes Hamburg!" und begrüßte die Beteiligung Hamburgs als Kommune im bundesweiten Partnerprozess.
Mit welchen Strategien „Gesund aufwachsen für alle!“ vor Ort umgesetzt werden kann erläuterte Gerda Holz. Die Entwicklung von kommunalen Präventionsketten sei vor allem von der Bildung von „Netzwerken für Förderung, Unterstützung, Bildung, Partizipation und Schutz“ abhängig.
Anita Hüseman stellte die Ergebnisse der ersten Fokusgruppengespräche aus Rothenburgsort, dem Modellstandort für den Aufbau von Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten in Hamburg, vor.
In den drei Workshops lernten die Teilnehmenden bewährte Praxisansätze aus verschiedenen Bundesländern kennen.
So berichtete Andrea Möllmann, Gesundheit Berlin- Brandenburg, wie in Marzahn-Hellersdorf und Berlin- Kreuzberg mit Hilfe von qualitativer Ermittlung die Ressourcen und Bedarfe von Eltern in schwierigen Lebenslagen erhoben werden.
Die Botschaft aus Uwe Sandvoss` Workshop, Netzwerk Frühe Förderung, lautete: die verschiedenen Professionen, die im Rahmen einer Präventionskette zusammenarbeiten, müssen zunächst eine gemeinsame Haltung und Leitideen entwickeln.
Im dritten Workshop berichtete Roswitha Goydke, Kinderschutzbund Braunschweig, von den Braunschweiger Leitlinien zur Prävention von Kinder- und Familienarmut in deren Mittelpunkt tragfähige chancengerechte Strukturen und systematische Vernetzung von Anfang an stehen.

In der abschließenden Diskussion geleitet von Gerda Holz mit Klaus-Peter Stender, BGV, Dr. Christa-Maria Ruf, Bezirksamt Hamburg-Mitte, Petra Hofrichter, Koordiniertunsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in der HAG, Elisabeth Kriegel, Sozialdienst katholischer Frauen, und Cornelia Becker, Alida Schmidt Stiftung wurde deutlich, dass es bereits viele gute Angebote im Bereich Gesundheitsförderung- und Prävention in Hamburg gibt. Eine verbesserte Vernetzung untereinander sowie die Gewährleistung kontinuierlicher Strukturen und verlässlicher Beziehungen wurden als zentrale Punkte für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten genannt. „Es gilt, das, was es gibt, sinnvoll zusammenzubringen und das ist die große Herausforderung, gerade in einer so großen Stadt wie Hamburg.“ (Klaus-Peter Stender, BGV)

Die Vorträge und Workshopunterlagen stehen hier als PDF zum Download zur Verfügung.

 
Podiumsdiskussion
 

Fachveranstaltung 14. Februar 2012

 
 

Soziale Lage

 
Aktualisiert am: 11.03.16