Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: HAG, Foto HAG
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Koordinierungsbausteine Gesundheitsförderung

Koordinierungsbausteine für Gesundheitsförderung als Gutes-Praxis-Projekt ausgezeichnet

Die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen im Stadtteil sowie die Entwicklung bedarfsgerechter und qualitätsgesicherter Angebote für Menschen in schwieriger sozialer Lage ist zentrale Aufgabe der Koordinierungsbausteine für Gesundheitsförderung (KoBas) in sechs Hamburger Quartieren. Für ihre Arbeit wurden die KoBas vom Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit als Beispiel Guter Praxis ausgezeichnet und leisten damit einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung.

Die Koordinierungsbausteine entstanden im Rahmen des Landesprogramms „Pakt für Prävention – Gemeinsam für ein gesundes Hamburg" und orientierten sich an den Leitzielen dieses landesweiten Prozesses. In Hamburg sollen Angebote der Gesundheitsförderung transparent und zugänglich gemacht werden. Ziele sollen gebündelt und Vorgehensweisen abgestimmt werden. Die KoBas koordinieren dabei die Umsetzung auf kommunaler Ebene.

Bei der Einrichtung, Finanzierung und Begleitung der Koba kooperieren drei zentrale Akteure: Die für Gesundheit zuständige Behörde in Hamburg (BGV) finanziert die Personalmittel für die koordinierenden Aufgaben der KoBas. Die Techniker Krankenkasse (TK) stellt den KoBa-Quartieren jeweils einen Verfügungsfonds zur Verfügung, aus denen Mikroprojekte finanziert werden können. Fachlich begleitet und unterstützt wird die KoBa-Arbeit durch die bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) angesiedelte Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit.

Weitere Informationen unter:
http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/koba-hamburg/

icon: dokument Good Practice KoBa 2016 [pdf-Dokument 32 kb]

 

Hintergrund

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz hat in Kooperation mit der HAG und der Techniker Krankenkasse sechs Koordinierungsbausteine Gesundheitsförderung (KoBa) eingerichtet. Im Rahmenprogramm „Gesund aufwachsen in Hamburg!" des Paktes für Prävention werden die Koordinierungsbausteine für Gesundheitsförderung als beispielgebend für die stadtteilbezogene Gesundheitsförderung genannt. Ziele und Aufgaben von Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Stadtteil sind im Übrigen mit den entsprechenden Handlungsansätzen und Schnittstellen zu anderen Handlungsfeldern im Handlungsfeld 9 des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) konzeptionell ausgeführt.

Ziele des seit 2010 initierten Ansatzes sind die nachhaltige Stärkung und Vernetzung von Gesundheitsförderung in Stadtteilen und Quartieren mit Entwicklungsbedarf sowie die Verankerung der Gesundheitsförderung in bereits vorhandene, alltagsnahe Strukturen (z.B. Vereine, Initiativen, Wohnungswirtschaft, Kita, Schule, Ehrenamtliche). Im Fokus stehen hierbei sozial benachteiligte Bürgerinnen und Bürger als besondere Zielgruppe gesundheitsfördernder Maßnahmen.

Die Techniker Krankenkasse unterstützt die beteiligten Quartiere mit einem Verfügungsfonds für Mikroprojekte im Bereich Gesundheitsförderung. Über den Einsatz der Gelder aus dem Fonds entscheidet in den Stadtteilen ein lokales Gremium.

Einige KoBa-Standorte beteiligen sich zudem an der Fortbildung CommunityField. Ziel der Fortbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Profession und Ehrenamt ist es, eine „Kultur des Miteinanders“ zu etablieren und zu stärken.

 

Aufgaben

Die Aufgaben der Koordinierungsbausteine Gesundheitsförderung umfassen u.a.:

 
  • Bestandsaufnahme von Ressourcen und Bedarfen
  • Entwicklung einer Gesamtstrategie für Gesundheitsförderung im jeweiligen Quartier
  • Lotsenfunktion zwischen den Bereichen Gesundheit, Quartiersentwicklung, Bildung, Soziales und Beschäftigung
  • Aufbau von Vernetzungs- und Partizipationsstrukturen (z.B. mittels CommunityField)
  • Projektentwicklung und Beratung von Trägern
  • Öffentlichkeitsarbeit
 

Standorte

Die KoBa sind aktuell in zwei "Community Center" in RISE-Gebieten sowie in zwei Stadtteilbüros integriert:

 

Soziale Lage

 
Aktualisiert am: 08.03.17