Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: Schule, Foto Infinite XX, Fotolia.com
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Preisverleihung 2012

Auszeichnung 2011/2012

Gesunde Schule 2011/2012 Schule Iserbrook

„Gesunde Schule“: HAG gratuliert 23 Hamburger Schulen zur Auszeichnung

Kinderparlament, das Schulfach „Glück“, Wohlfühlräume oder Streitschlichter, leckeres Mittagessen oder der Kartoffelacker im eigenen Schulgarten: das ist eine Auswahl von Aktivitäten und Projekten, für die 23 Schulen als „Gesunde Schule 2011/2012“ geehrt wurden. Gesundheitsstaatsrätin Elke Badde überreichte am 20.9.12 in der Schule Iserbrook die Auszeichnungen. Diese wurden zum 14. Mal vergeben. Jährlich fordert die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) alle Hamburger Schulen auf, sich für Gesundheit stark zu machen.

Besonders geehrt wurde in diesem Jahr die Schule Iserbrook: Sie wurde bereits zum zehnten Mal als „Gesunde Schule“ ausgezeichnet. Dafür wurde von der HAG erstmalig eine „Goldene Möhre“ vergeben.

Das Motto für das Schuljahr 2011/2012 lautete „Gesunde Schule – hier geht´s uns gut“. Schwerpunktmäßig ging es dabei um die psychosoziale Gesundheit aller an Schule Beteiligten: „Ob Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Umfeld – wenn ein gutes Klima an der Schule herrscht, sich alle wohl fühlen und wenn ein entspanntes Miteinander den Schulalltag prägt, dann sorgt die Lebenswelt Schule für seelisches Wohlbefinden!“ sagt Susanne Wehowsky, Geschäftsführerin der HAG.

 

Gesunde Schule 2011/ 2012

Folgende Schulen wurden ausgezichnet:

 

Erich Kästner Schule

  • Psychosoziale Gesundheit: Beim Einrichten des Schulrestaurants wurde besonders auf Ästhetik, Überschaubarkeit und Schalldämmung geachtet, um dem Motto „Hier geht´s uns gut!“ gerecht zu werden.
  • Schulverpflegung: Durch den neuen Küchenbetreiber Kinderwelt e.V., der ausschließlich Bioprodukte verwendet und Speisen immer frisch zubereitet, wird eine gesunde Ernährung ermöglicht.
  • Gesundheit des Personals: Die Durchführung einer Gefährdungsanalyse ergab, dass mehr Arbeits- und Pausenräume notwendig sind, sodass eine Lehrer-Lounge in das Schulrestaurant integriert wurde sowie ein Ruheraum für Lehrerinnen und Lehrer eingerichtet worden ist.
 

Gorch Fock Schule

  • Psychosoziale Gesundheit: Die psychosoziale Kompetenz der Kinder wird durch die Einführung einer Kinderbühne gestärkt, die einmal im Monat stattfindet.
  • Als Ausgleichsangebot zum kognitiven Unterricht am Vormittag werden verschiedene Kurse wie Theater, Töpfern, Tanzen, Musik oder Sport nach 13 Uhr zum Stressabbau angeboten.
  • Gestaltung des Schullebens: Im Rahmen einer Projektgruppe wurden einheitliche Feedbackregeln erarbeitet, die nun regelmäßig angewendet werden sollen. So werden Schülerinnen und Schüler angeregt, sich mit dem Schulleben auseinanderzusetzen und haben die Möglichkeit durch ihr Stimmungsbild etwas zu verändern.
 

Grundschule Franzosenkoppel

  • Psychosoziale Gesundheit: Mindestens 10 Stunden pro Jahr findet in jeder Klasse ein Sozialtraining statt, das die soziale und emotionale Entwicklung fördert. In Kooperation mit einer Therapeutin wird ein Kurs für Kinder die Zeugen häuslicher Gewalt sind angeboten, wo Bewältigungsstrategien erlernt werden.
  • Ein Insel-/ Snoozelraum bietet Entspannungs- und Rückzugsmöglichkeiten.
  • Im Rahmen des Antimobbing- Projektes „Power Child“ nahmen Lehrerinnen und Lehrer an Fortbildungen zur Gewaltprävention teil. In Zusammenarbeit mit Power Child e.V. München und der Puppenbühne Knirpsenland wurden Theaterstücke zum Thema Grenzverletzung und Selbstwertgefühl gespielt, was die Resilienz der Kinder fördert. In Zukunft sollen jährlich Antimobbing- Projekte durchgeführt werden.
 

Grundschule Islandstraße

  • Psychosoziale Gesundheit: Zur Entspannung und Stressreduktion wurde das musikalische Angebot am Nachmittag ausgeweitet. Außerdem wurde das Verhaltenstraining „Ferdi“, was 13 Wochen lang soziale und emotionale Fertigkeiten vermittelt, für alle 1. Klassen eingeführt.
  • Schulverpflegung: Das Milchpausenangebot wurde ausgeweitet. Eltern und Schülerinnen und Schüler engagieren sich bei der Zubereitung. Das Konzept des „Frühstücks für Schulkinder“ wird dauerhaft verankert.
  • Bewegungsförderung: Zu den bereits bestehenden Angeboten wie aktive Pause und Sportspiele wurde durch den Schulverein für jede Klasse eine „ Bewegungskiste“ angeschafft, die mit verschiedenen Materialien ausgestattet ist und zur aktiven Pausengestaltung genutzt werden kann.
 

Gymnasium Corveystraße

  • Psychosoziale Gesundheit: Der Schwerpunkt in diesem Jahr wurde auf die Förderung der Kommunikation, Stärkung der Identifikation mit der Schule sowie Verbesserung der Schulatmosphäre gelegt. So wurde eine Übersicht der der Kommunikationsstruktur erstellt, ein Leitbild für die Schule erarbeitet und die Schulatmosphäre durch verschiedene Maßnahmen verbessert.
  • Gesundheit des Personals: Eine Bedarfserhebung im Lehrerkollegium hat stattgefunden und das Thema Lehrergesundheit wurde auf der pädagogischen Jahreskonferenz bearbeitet.
 

Gyula Trebitsch Schule Tonndorf

  • Psychosoziale Gesundheit: Ein Beratungsdienst, von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen durchgeführt, unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer beim sozialen Lernen. Die Beratung kann auch von Eltern genutzt werden.
  • In allen 7. Klassen wurden Unterrichtseinheiten zum sicheren und kompetenten Umgang in sozialen Netzwerken durchgeführt.
  • Suchtprävention: Auszeichnung für die kontinuierliche Beteiligung an „Be smart – don´t start“.
 

Hansa Gymnasium Bergedorf

  • Psychosoziale Gesundheit: Zur Stressbewältigung haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit am Nachmittag an der AG Entspannungszeit teilzunehmen.
  • Suchtprävention: Die 6. Klassen nahmen an „Nichtrauchen ist cool“ teil, die Vor- und Nachbereitung fand im Rahmen des Biologieunterrichtes statt.
  • Ernährung: Ein Ernährungsleitfaden wurde erarbeitet sowie ein Ernährungsausschuss gegründet, der bestehen bleibt.
 

Heisenberg-Gymnasium

  • Psychosoziale Gesundheit: Im Rahmen der Suchtprävention nahmen die 5. Klassen an „Nichtrauchen ist cool“ teil, „be smart – don´t start“ wurde mit den Klassen 5 bis 7 durchgenommen und in den 8. Klassen fand eine Präventionsveranstaltung zu Thema Alkohol statt.
  • Gewaltprävention: Das Projekt „Mobbingfreie Schule“ wurde in allen 5. und 7. Klassen durchgenommen.
  • Ernährung/ Bewegung: Teilnahme an der bundesweiten DAK Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“. Zur Halbzeit des Projektes fand ein Aktionstag dazu statt.
 

Katholische Schule Neugraben

  • Psychosoziale Gesundheit: Das Projekt „Faustlos“ zur Gewaltprävention wurde im Grundschulbereich eingesetzt.
  • Verhaltensauffällige Kinder werden im Projekt „Insel“ während der Unterrichtszeit speziell von einer Kindertherapeutin betreut und unterstützt.
  • Schulverpflegung: Der Frühstücksverkauf wird von der Schule selbst organisiert. Eine eingestellte Küchenkraft betreut den Schulkiosk.
 

Max-Eichholz-Ring

  • Psychosoziale Gesundheit: Im Projekt „KomFit“ in Kooperation mit dem Haus Warwisch, wurden sozial auffällige Kinder durch ein spezielles Sozialtraining für Alltagsanforderungen stark gemacht.
  • Zur Stärkung der sozialen Kompetenzen treffen sich Gruppen aus 3. und 4. Klässlern einmal die Woche nach einem gemeinsamen Essen mit einem Beratungslehrer.
  • Gesundheit des Personals: Zur Verbesserung des Arbeitsklimas wurde Kollegiumssport eingeführt, was fest in die Organisation eingeplant ist.
 

Max-Traeger-Schule

  • Psychosoziale Gesundheit: Zum Thema „Gesunde Schule“ wurde eine Projektwoche durchgeführt, bei der SchülerInnen befragt und mitbeteiligt wurden.
  • Partizipation: Eine Kinderkonferenz findet wieder regelmäßig statt und lässt die SchülerInnen aktiv teilhaben und mitbestimmen.
  • Gestaltung des Schullebens: Im Rahmen eines Projektes wurde im Schulgarten ein Kräutergarten neu angelegt sowie der Teich erneuert.
 

Otto-Hahn-Schule

  • Psychosoziale Gesundheit: Zum Thema Cyber-Mobbing wurde eine schulinterne Fortbildung durchgeführt bei der die Eltern aufgeklärt wurden.
  • Zur Stärkung der psychosozialen Kompetenz gibt es in den Klassen 5 und 7 zu Beginn des Schuljahres eine Antimobbingwoche.
  • Gewaltprävention: Das Streitschlichterprogramm wurde ausgebaut.
 

Schule Am Sooren

  • Psychosoziale Gesundheit: Das Pojekt „Schule der Toleranz“ ist ein Element des Leitbildes und wird jährlich fortgesetzt und weiterentwickelt. Der tolerante Umgang miteinander wird durch verschiedene Sozialtrainings gefördert, wie „Straßenfußball für Toleranz“, Sozialtraining Ferdi.
  • Stressbewältigung: Neben Sportangeboten zum Stressabbau wurden auch Maßnahmen zur Stressbewältigung in den Unterricht implementiert.
  • Ernährung: Durch intensive Arbeit im Schulgarten wird nun Obst und Gemüse selbst angebaut und genutzt.
 

Schule Charlottenburger Straße

  • Psychosoziale Gesundheit: Neben dem Klassenlehrer haben alle SchülerInnen einen Erzieher als Bezugsbetreuer.
  • Zur Förderung der sozialen Fähigkeiten wurde eine Pädagogische Insel errichtet.
  • Autogenes Training wird für SchülerInnen angeboten.
  • Ernährung: Zur Optimierung des Mittagsangebots finden alle 2 Wochen Küchenkonferenzen statt, wo SchülerInnen Wünsche und Kritik äußern können. Nach Absprache wird der Caterer ab dem neuen Schuljahr nur noch Fleisch aus artgerechter Haltung liefern.
 

Schule Ernst-Henning-Straße

  • Psychosoziale Gesundheit: Seit 2006 besteht das Projekt „Prima Klima“ zur Förderung der sozialen Kompetenz.
  • In den 8. Klassen wurden Peer Educator ausgebildet zur Streitschlichtung und Interessenvertretung der SchülerInnen.
  • In den Grundschulklassen gibt es die Unterrichtselemente „Fit und stark fürs Leben“ und „Faustlos“.
  • Gestaltung des Schullebens: Ein regelmäßig tagendes Kinderparlament ist in das Schulsystem integriert worden, welches nach kindgerecht formulierten Regeln agiert.
 

Schule Iserbrook

  • Psychosoziale Gesundheit: In den 1. Klassen wurden Tagebücher zur Persönlichkeitsstärkung eingeführt, in denen Gefühle und Stimmungen in Worte gefasst werden.
  • Als Wohlfühlraum wurde ein Kunstraum gestaltet, wo durch künstlerisches Arbeiten Stress abgebaut werden soll.
  • Lebensraum Schule: Zur Lärmreduktion wurden bauliche Veränderungen vorgenommen, in einem Klassenraum wurde dynamisches Licht eingeführt.
 

Schule Lämmersieth

  • Psychosoziale Gesundheit: Das Schulfach Glück wurde eingeführt.
  • Gesunde Ernährung: Das Konzept „Müslibar“ wurde prämiert und ist in den Schulalltag integriert worden.
  • Im eigenen Schulgarten wird mit den SchülerInnen gegärtnert und geforscht.
  • Gestaltung des Schullebens: Das Angebot der Mittagsfreizeit wurde erweitert, sodass die Räume auf der „Kunstetage“ entstanden sind, wie die Textilwerkstatt oder die Knetstube.
 

Schule Marckmannstraße

  • Psychosoziale Gesundheit: Das Konzept für die bauliche Umsetzung eines Sinnesraumes wurde entwickelt und bietet spezielle Arbeitsbedingungen, die für das Lernen mit Behinderten notwendig sind, z.B. reizarme Ausstattung.
  • Das Pausencafe´ bietet eine Rückzugsmöglichkeit in angenehmer Atmosphäre.
  • Gewaltprävention: Das Projekt „Faustlos“ zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen wurde durchgeführt.
 

Schule Scheeßeler Kehre

  • Psychosoziale Gesundheit: Das ausgearbeitete Gewaltpräventionskonzept gilt als Grundlage für das gesamte Kollegium und die Maßnahmen wurden verbindlich in den Unterrichtsalltag integriert.
  • Zur Stressbewältigung und Entspannung werden weiterhin die gut besuchten Yoga-Kurse mit einer externen Übungsleiterin angeboten.
  • Schulverpflegung: SchülerInnen und LehrerInnen wurden an der Auswahl des Caterers beteiligt, die Speiseplanung richtet sich nach den Qualitätstandards der DGE.
 

Schule Schnuckendrift

  • Psychosoziale Gesundheit: Alle 1. und 2. Klassen haben das Projekt „Fit und stark fürs Leben“ durchgeführt.
  • SchülerInnen der 3. und 4. Klassen führten das Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ auf, zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung.
  • Ernährung: Im Rahmen des Kartoffelprojektes wurde die Knolle im eigenen Schulgarten angebaut. Der Aspekt der gesunden Ernährung wurde in das Projekt integriert und z.B. durch eigene Zubereitung erlernt.
 

Stadtteilschule Barmbek

  • Psychosoziale Gesundheit: Mensaguides sorgen für eine angenehme Essensatmosphäre während der Pausen.
  • In den 7. Klassen wird „LebensArt“ unterrichtet, bei dem grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten der Persönlichkeitsentwicklung vermittelt werden.
  • Im Anschluss an das Sambia-Projekt wurde durch das Sammeln von Spenden ein Schüleraustausch nach Sambia ermöglicht.
  • Schulverpflegung: Ein junges Team mit 2 ausgebildeten Köchen hat den Schulkiosk übernommen und bietet eine frische, gesunde und ausgewogene Schulverpflegung an.
 

Stadtteilschule Lurup

  • Psychosoziale Gesundheit: Für mehr Zivilcourage auf dem Schulhof wurden School Scouts ausgebildet.
  • Das Anti-Aggressions-Training „Cool in school“ für auffällige Kinder wurde ermöglicht.
  • Das Projekt „Fit für Klasse 9“ wurde mit 9 Jugendlichen der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt, die aus sozial benachteiligten Familien kommen und mit besonderen Problemen zu Hause konfrontiert sind.
 

Stadtteilschule Süderelbe

  • Psychosoziale Gesundheit: Ein anonymer Kummerkasten wurde eingeführt.
  • Streitschlichter sind ein fester Bestandteil im Schulkonzept und werden jedes Jahr neu ausgebildet.
  • Zur Entspannung und Steigerung der Konzentration wird Yoga als Mittagspausenaktivität angeboten.
  • Schulverpflegung: Das gemeinsame, gesunde Klassenessen als wöchentliches Ritual stärkt das Gemeinschaftsgefühl und trägt zum Wohlbefinden der Schule bei.
 

Folgende Schulen erhielten eine Anerkennung:

 

Clara-Grunwald-Schule

  • Psychosoziale Gesundheit: Es wurde eine angenehme Essensatmosphäre geschaffen und durch entsprechende Gestaltung der Umgebung und Freizeitangebote für das Wohlfühlen gesorgt.
  • Schulverpflegung: Das Essen wird mit Bio- Produkten von regionalen Anbietern frisch vor Ort zubereitet.
  • Bewegung: Die aktive Pause wird in jeder Mittagspause durch Sportangebote gefördert.
 

Schule Anna-Susanna-Stieg

  • Psychosoziale Gesundheit: Für das Wohlbefinden von SchülerInnen und LehrerInnen haben Sanierungsarbeiten begonnen. Das Lehrerzimmer wurde mit neuen Möbeln ausgestattet, Klassenzimmer und Sanitäranlagen sind geplant.
  • Das gemeinsame Singen wurde in den Jahresplan übernommen.
  • Über das Jahr finden viele Aktionen und Feste statt, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und woran Eltern stark beteiligt sind.
  • Ernährungsbildung: Alle 4. Klassen erwerben den Haushaltsführerschein in Kooperation mit der Fleischerinnerung.
 
 
 

Schule/Ausbildung

 
Aktualisiert am: 27.09.12