Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: HAG, Foto HAG
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Orientierungsrahmen

Übersicht zu Förderkriterien von Projektanträgen in den Lebenswelten:

Gesundheitsförderung und Prävention sollen dort organisiert und umgesetzt werden, wo Menschen mit schlechterer Gesundheit bzw. hohen Gesundheitsrisiken leicht erreicht werden können, in den Lebenswelten der Menschen (Lebensweltorientierung und regionale Schwerpunktregionen).

 

Ausrichtung und Zielsetzung:

  • Das Vorhaben lässt sich den Handlungsfeldern „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ und „Gesund alt werden“ der LRV Hamburg mit ihren entsprechenden Handlungsfeldern zuordnen.
  • Das Projekt zielt auf die Gesunderhaltung der Zielgruppe (Gesundheitsförderung und Primärprävention).
  • Das Projekt hat einen eindeutigen gesundheitsförderlichen Bezug und die Ziele werden benannt und sind operationalisiert formuliert.
 

Bedarf und Zielgruppe:

  • Der Bedarf ist belegt (z.B. durch Befragung von Schlüsselpersonen oder der Zielgruppe, Auswertung von Beratungsdokumenten, Studien und Gesundheitsdaten) und die Projektkonzeption baut hierauf auf.
  • Das Projekt adressiert eine/mehrere Zielgruppe(n), die in ihrer Lebenswelt sozial benachteiligt oder besonders belastet sind. Die Zielgruppen sind klar definiert.
 

Setting-Ansatz:

  • Mit den geplanten Maßnahmen werden die Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld (= Setting) angesprochen und erreicht. Lebenswelten sind für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme insbesondere des Wohnens, des Lernens, des Studierens, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports. Die Auswahl des Settings kann begründet werden.
  • Verhaltens- und Verhältnisprävention werden miteinander verknüpft. Das Projekt trägt dazu bei, die Verbesserung von Rahmenbedingungen/Strukturen (Verhältnisse) (gesundheitsförderlich) zu verbessern und fördern somit die Stärkung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens.
  • Das Projekt stärkt die persönliche Handlungsfähigkeit Einzelner für die Gestaltung ihrer gesundheitlichen Lebensbedingungen (Autonomie und Empowerment).
  • Das Projekt zielt darauf ab, Gesundheitsförderung in der Lebenswelt nachhaltig zu verankern.
 

Partnerschaften:

  • Weitere Finanzierungsträger (Drittmittel) im Setting wurden ermittelt, mit Blick auf eine finanzielle Unterstützung geprüft und sind in der Projektskizze ausgewiesen.
  • Im Rahmen eines kommunalen Projektes wurde überprüft, ob Finanzierungsverpflichtungen weiterer Träger vorliegen, sofern das Projekt v.a. werdende/junge Familien, Alleinerziehende bzw. ältere oder arbeitslose Menschen adressiert.
 

Finanz- und Maßnahmenplan:

  • Ein Finanzplan liegt vor.
  • Die für das Setting zuständigen Träger, inkl. dem Antragsteller, bringen einen angemessenen Anteil an Eigenmitteln in das Projekt ein und dieser ist ausgewiesen.
  • Maßnahmenplan: Klar darzustellen ist, wer welche Maßnahme wann durchführt (Rollen der Akteure).
 

Partizipation und Nachhaltigkeit:

  • Maßnahmen sind partizipativ gestaltet (angelehnt an die Stufen der Partizipation ).
  • Das Projekt strebt eine dauerhafte Gestaltung/Verbesserung gesundheitsgerechter Bedingungen an.
  • Es ist dargestellt, mit welchen Maßnahmen die strukturelle und finanzielle Nachhaltigkeit des Projekts über den beantragten Förderungszeitraum hinaus sichergestellt wird.
 

Evaluation und Qualitätssicherung:

  • Maßnahmen nach dem Setting-Ansatz werden durch Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss mit Bezug zu Prävention und Gesundheitsförderung durchgeführt.
  • Es ist eine nachvollziehbare, sinnvolle und im Ressourceneinsatz angemessene Erfolgskontrolle/Evaluation vorgesehen. Aus dem Konzept soll ersichtlich sein, wie Output und Wirkung erhoben werden.
  • Die geplante Erfolgskontrolle/Evaluation ist dazu geeignet (einzelne) Zielkriterien/Ziele zu überprüfen.
 

Weitere Erläuterungen finden Sie beim GKV-Spitzenverband „Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten“ und im Leitfaden „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen “.
Dieser Orientierungsrahmen und die genannten Kriterien sollen Ihnen eine Unterstützung bei der Entwicklung von Vorhaben bieten. Sie ersetzen nicht die Prüfung durch das Koordinierungsgremium der Landesrahmenvereinbarung Hamburgs.
Für weitere Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle LRV gern beratend zur Verfügung.

 

Präventionsgesetz

 
Aktualisiert am: 08.10.18