Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: Leben mit Dementz, Foto HAG
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AG Psychosoziale Entlastung

Erfahrungsgemäß sind Angehörige bei der Betreuung und Pflege des ihnen nahestehenden demenziell veränderten Menschen dringend auf Unterstützung und Entlastung angewiesen. Ohne parallele Betreuung der Erkrankten sind sie beispielsweise oftmals nicht in der Lage, die für sie hilfreichen Angebote wahrzunehmen. Ohne eine fachliche, psychosoziale Begleitung laufen Angehörige Gefahr, sich zu überlasten. Für eine Verbesserung der Begleitung und Beratung der Angehörigen sowie einen Aufbau der Unterstützungsnetzwerke sind Transparenz und gute Öffentlichkeitsarbeit erforderlich.

Die AG legt den Fokus auf frühe Erreichbarkeit der Angehörigen und damit frühe „Heranführung“ an Hilfs- und Unterstützungsangebote, das Überprüfen und Anpassen der Zugangswege zu den Angeboten sowie Schaffen von Transparenz. Um die Bekanntheit und aktive Inanspruchnahme der Angebote zu erhöhen, wird eine Übersicht der bestehenden Angebote zur psychosozialen Entlastung der Angehörigen hamburgweit erarbeitet. Sie soll Anlauf- und Beratungsstellen zum Thema Demenz zugänglich machen und damit alle Beratenden auf den gleichen Informationsstand bringen. Die Übersicht wird insbesondere an Hausärzte (Aufgaben aus dem KBV-Versorgungsvertrag), Pflegestützpunkte, ambulante Dienste, Pflegekassen (stärkere Beratungspflichten aus PSG II) und weitere Anlaufstellen für pflegende Angehörige adressiert. Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse ist für die geplante Neuauflage der erfolgreichen BGV-Broschüre „Leben mit Demenz in Hamburg“ vorgesehen.

In dieser AG arbeiten Vertreterinnen und Vertreter des Paritätischen Hamburg, des Vereins wir pflegen, der Hamburger Pflegestützpunkte, der Hamburgischen Brücke, des Diakonischen Werkes, der Beratungsstelle Charon, der AOK Rheinland/Hamburg, der Alzheimer Gesellschaft, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz zusammen.

Die Aktivitäten der AG zielen auf eine Verbesserung der Beratung für pflegende Angehörige ab. Diese bezieht sich auf die Qualität bzw. Beratungsstandards, die Beratungsinhalte, die personelle Ausstattung und infrastrukturelle Aspekte sowie auf die Verknüpfung von Beratung und weiterführenden, entlastenden Hilfen.

Folgende Themen hat die AG bislang erfolgreich bearbeitet:

 
  • Erarbeitung der Anforderungen und Empfehlungen für die qualitative Beratung und Begleitung für pflegende Angehörige
  • Krisenprävention und Krisenintervention: Begriffsbestimmung, Recherche nach good practice-Beispielen
  • Sensibilisierung für das Thema Tod und Trauer
  • Auseinandersetzung mit den Inhalten des § 37.3 SGB XI (Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger)
  • Erarbeitung eines Vorschlags für die Fortbildung der Pflegestützpunkte
  • Beratung für das Kursbuch Demenz
 

Die Arbeitsergebnisse und -erkenntnisse wurden in der Fachzeitschrift Standpunkt: sozial „Demenz - Herausforderungen und Perspektiven“ Ausgabe 01/2014 dargestellt.

 

Koordinatorin der Landesinitiative

Heidi Panhorst
Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.
Hammerbrookstraße 73
20097 Hamburg
icon: telefon 040 2880364-18
icon: mail Mail senden
icon: web www.hag-gesundheit.d...
 

Welche Angebote sind gefragt?

Hier erhalten Sie eine Übersicht, welche Beratungs- und Unterstützungsangebote in welchen Stadien der demenziellen Erkankung von Angehörigen wie auch von Betroffenen selbst besonders nachgefragt werden.

 
 

Leben mit Demenz

 
Aktualisiert am: 05.04.17