Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: HAG, Foto HAG
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Klarer Umgang mit kranken Kindern

Ausgangslage

Gerade an Orten wie Kindergärten und Schulen treten durch den Kontakt vieler Menschen vermehrt infektiöse Krankheiten auf. Und kaum ist das Kind wieder gesund, kündigt sich die nächste Infektion an. Oft erwischt es dann auch andere Familienmitglieder oder die in der Einrichtung Tätigen.

 

Ziel

Es sollte ein klarer Umgang mit kranken Kindern und deren Eltern gefunden werden, um den Teufelskreis von Ansteckung zu Ansteckung zu durchbrechen.

 

Maßnahmen

Erarbeitung eines Papiers „Unser Umgang mit kranken Kindern“ im Gesundheitszirkel und in Dienstbesprechungen. Dieses wird den Eltern beim Aufnahmegespräch überreicht und erläutert.

 

Durchführung

Es wurde ein Umgang mit offensichtlich kranken Kindern entwickelt, der sich an folgenden Eckpunkten orientiert:

In der Kita gilt ein Kind als krank, wenn es

 
  • Anzeichen einer Infektionskrankheit hat,
  • Fieber, Erbrechen oder Durchfall hat,
  • über Schmerzen klagt und dabei weint,
  • sich offensichtlich nicht wohl fühlt.
 

Da das kranke Kind möglichst schnell Schutz, Schonraum und elterliche Pflege braucht, werden bei Verdacht auf eine Krankheit

 
  • die Eltern informiert,
  • die Kinder abgeholt,
  • Empfehlungen, einen Arzt aufzusuchen, ausgesprochen.
 

Dabei erfolgt der Hinweis auf im Hause schon vorhandene, saisonbedingte Krankheiten.

Kommt ein Kind augenscheinlich zu früh in die Kita zurück, wird

 
  • nachgefragt, ob es noch Auffälligkeiten hat,
  • darauf hingewiesen, dass umgehend angerufen wird, wenn das Kind sich nicht gut fühlt,
  • bei Wiederholung versucht, den Eltern im Gespräch die Notwendigkeit der vollständigen Gesundung des Kindes zu verdeutlichen.
 

Um die Belastung durch kranke Kinder für alle Beteiligten in der Kita zu reduzieren, wird zusätzlich

 
  • versucht, den Eltern zu verdeutlichen, wie wichtig für die Mitarbeiter/innen ausreichende Information über das jeweilige Krankheitsbild ist,
  • den Eltern beim Auftreten bestimmter Krankheiten ausreichend Information darüber an die Hand gegeben.
 

Ergebnis

Das Konzept der Kita zur Gesundheitsförderung wirkt präventiv. Es wird ein ausdrücklicher Schwerpunkt auf Bewegung und Ernährung gesetzt. Dies hilft, die körperlichen Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu schaffen. Darüber hinaus informiert die Kita nicht nur über Krankheiten, sondern klärt die Eltern auch schriftlich über ihre Rechte auf Betreuungszeit – die Möglichkeit freier Tage für die Betreuung des Kindes bei Fortzahlung der Bezüge durch die Krankenkasse – auf.

 

Download

Praxisbeispiel Umgang mit Krankheiten

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Kita

 
Aktualisiert am: 29.10.14